Was, wenn dieser Herbst uns nicht einfach nur einlädt, loszulassen, sondern uns an einen Ort führen möchte, an dem wir uns selbst noch nie begegnet sind? Gerade jetzt, in diesen letzten Oktobertagen, habe ich das Gefühl, dass sich die großen Zyklen des Lebens auf eine ganz besondere Weise miteinander verweben. Die astrologischen Konstellationen und der beginnende Jahreskreis erzählen uns von derselben Bewegung: einem Abstieg in die Dunkelheit, der uns vielleicht tiefer führen wird, als wir es bisher gewagt haben.
Doch warum ist dieser Abstieg so bedeutsam? Und welche Weisheit verbirgt sich in dem, was wir so oft lieber vermeiden möchten? Vielleicht geht es gerade um viel mehr als das Loslassen alter Gewohnheiten oder überholter Vorstellungen. Genau darum soll es heute gehen.
Wann hast du dich eigentlich das letzte Mal so richtig wertvoll gefühlt? Und ich meine jetzt nicht, weil du etwas besonders gut gemacht hast. Weil du ein Ziel erreicht hast. Weil jemand dir gesagt hat, wie toll du bist, wie schön du aussiehst oder wie dankbar er dafür ist, dass es dich gibt.
Sondern einfach so. Ohne einen besonderen Grund.
Manchmal gibt es Phasen im Leben, in denen man noch gar nicht genau sagen kann, was sich verändert – aber man spürt sehr deutlich, dass etwas nicht mehr so ist wie vorher. Genau aus so einer Phase melde ich mich heute bei dir zurück. Ich habe in den letzten Wochen viel Abstand gehabt, viel nachgedacht, viel geschrieben und immer wieder gemerkt, dass gerade einige Dinge in mir neu sortiert werden. Es geht um Arbeit, um mein Business, um das, was ich weitertragen möchte – und auch um die Frage, was vielleicht nicht mehr mit muss. Ich habe darauf noch keine fertigen Antworten. Und vielleicht ist genau das der Punkt dieser Folge.
Wir sind gerade mitten in einer ziemlich intensiven Zeit. Da tauchen Fragen auf, von denen ich dachte, ich hätte sie längst beantwortet, und Dinge, die lange selbstverständlich waren, fühlen sich plötzlich gar nicht mehr so selbstverständlich an. Und genau aus diesem Prozess ist auch das Thema der heutigen Episode entstanden.
Wie oft hast du in den letzten Jahren nach einer Antwort gesucht? Nach einem Buch, das dir endlich erklärt, warum dein Leben gerade so ist. Nach einem Podcast, der dir die eine Erkenntnis schenkt, die alles verändert. Nach einer Meditation, einer Ausbildung, einem Horoskop, einem Human Design Chart oder einem Menschen, der dir endlich sagt, wie dein Weg aussieht. Ich glaube, wir alle beginnen genau dort und auch ich habe dort begonnen.
Kennst du dieses Gefühl, wenn du morgens aufwachst und merkst, dass etwas anders ist? Genau das haben wir jetzt im August, Es ist ein wenig so, als hätte sich die Luft verändert. Vielleicht fragst du dich sogar, ob mit dir etwas nicht stimmt. Warum fühlt sich das Leben plötzlich so anders an? Und ehe du jetzt versucht bist, noch mehr zu leisten, dich noch mehr anzustrengen oder zu glauben, du müsstest einfach nur disziplinierter sein, möchte ich heute gemeinsam mit dir einen Blick auf die Energie des Augusts werfen.
I Ich habe das Gefühl, dass gerade etwas zu Ende geht.
Nicht nur für mich. Sondern für viele. Und ich weiß gar nicht genau, wann dieses Gefühl angefangen hat. Vielleicht vor ein paar Wochen. Vielleicht schon mit dem Beginn dieses Jahres. Vielleicht ist es aber auch erst jetzt so deutlich geworden, dass ich es nicht mehr überhören kann. Ich merke einfach, dass ich immer häufiger Menschen höre, die sagen: „Ich habe keine Lust mehr.“
Ich habe in den letzten Wochen viel über einen Satz nachgedacht. Einen Satz, den wir in der spirituellen Welt ständig hören. „Alles ist in dir.“ Und plötzlich habe ich gemerkt: Vielleicht haben wir ihn die ganze Zeit falsch verstanden.
Gerade jetzt, im Juli, in der Krebszeit, ist ein wunderbarer Moment, diesem Teil von uns wieder ein Stück näherzukommen. Und genau deshalb möchte ich heute mit dir über das innere Kind sprechen.
Was ist mein Seelenweg? Was ist meine Bestimmung? Ich glaube, wir sprechen oft über den Seelenweg… als wäre er diese wunderschöne, klare innere Führung. Als würdest du plötzlich wissen: Das ist mein Weg. Und dann gehst du los… und alles wird stimmig. Aber ehrlich? Ich glaube, viele Menschen erleben etwas ganz anderes.











