118 // Komm in Balance – das Jahreskreisfest Mabon

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118 // Komm in Balance - das Jahreskreisfest Mabon
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Meine Lieblingsjahreszeit beginnt. Der Herbst zieht ins Land und die Herbst-Tag-und-Nacht- Gleiche bildet wieder einen markanten Wendepunkt im Jahr. Tag und Nacht sind gleich lang an diesem Tag – dann übernimmt die Dunkelheit wieder unsere Breitengrade. Das Jahreskreisfest, was dies für uns für einen Moment festhält ist Fest Mabon.

Balance

Es ist diese Zeit, in der Licht und Dunkelheit miteinander ins Gleichgewicht kommen, so ist eines der Hauptthemen der Herbst-Tagundnachtgleiche das Gleichgewicht. Es ist auch für dich der perfekte Zeitpunkt, um eine Bestandsaufnahme zu machen, wie viel Gleichgewicht und Balance du in deinem eigenen Leben hast. Balance entsteht aus dem Zusammenspiel von Gegensätzen. Zur Herbst-Tagundnachtgleiche feiern wir die Fülle der Ernte und den Reichtum, den sie uns beschert hat, aber wir sind uns auch bewusst, dass die Natur um uns herum bald zu verfallen beginnt und dass wir vom Licht des Sommers in die dunkleren Nächte und Tage übergehen.

Dein Körper reagiert auf die Jahreszeiten

Viele Menschen stellen fest, dass sie dazu neigen, sich unwohl zu fühlen um die Zeit der Herbsttagundnachtgleiche, da sich das Wetter ändert. Es ist wichtig für uns den Wechsel der Jahreszeiten anzuerkennen. Die Leichtigkeit und Aktivität des Sommers sind verschwunden und dein Körper reagiert auf die dunkler und kühler werdenden Tage. Unser Körper ist immer noch so programmiert, wie der unserer Vorfahren. Er braucht ab jetzt ein wenig mehr Schlaf, plötzlich spürst du, dass du mehr Pausen benötigst. Um die lebenswichtigen Funktionen aufrecht zu erhalten, signalisiert uns unser Körper daher immer noch, dass er nun im Herbst und Winter mehr Nahrungs-Energie braucht. Auch dem Fettreichem und gehaltvollem Essen können wir im Herbst und Winter kaum widerstehen. Dein Organismus ist nach wie vor bestrebt, genug Reserven anzusetzen, bis die ersten Lebensmittel frühestens im April wieder geerntet werden können.

Heute stellt sich nicht die Frage, wie man gut genährt und gewärmt über den Winter kommt, sondern:

• Was macht mich wirklich satt? 
• Was erfüllt mich zutiefst und lässt meine Seele aulühen? 

Du magst überrascht sein, doch können dies ganz kleine Dinge sein: vielleicht das Schnurren der Katze, zärtliche Berührung, angeregte Gespräche mit lieben Menschen, der Duft von frischen Kräutern, malen, musizieren, schreiben, im Dunkeln eine Kerze anzünden und die Stille genießen und natürlich ausgedehnt faulenzen und schlafen 

Deine Seele ruft dich immer, jeden Augenblick und jeden Tag. Doch jetzt wo sich alles wieder zurückzieht fällt es vielen Menschen viel leichter in den Kontakt mit sich selbst zu kommen. Eine Möglichkeit, ihr Flüstern zu hören, ist das Journaling. 

Fragen für die Herbsttagundnachtgleiche:

• Was fühlt sich in deinem Leben ausgeglichen und harmonisch an?

• Was fühlt sich nicht ausgeglichen oder harmonisch an?

• Wie kannst du mehr Gleichgewicht und Harmonie in Ihr Leben zu bringen?

Alles geht nach innen

Alles geht nach innen. In die Ruhe und in die Selbstreflexion hinein. Wenn du mit der Energie des Jahresrades gehst, ist es so als wirst du sanft gewogen. Wenn du gegen die natürlichen Energien zu verstößt, die du in dieser Zeit des Jahres erlebst, und zu versuchst, immer nur am machen machen machen bist, wirst du dir keinen Gefallen tun! Wie sich die Natur nun in sich zurückzieht, so kannst auch du dir zumindest kleine Inseln im Alltag schaffen, in denen wir die Welt draußen lassen, den Blick nach Innen richtest, das eigene Selbst verschärft wahrnehmen. Nutze diese Zeit und bereite dich auf die dunklen Monate vor. Diese Vorbereitung kann ganz praktisch sein: Jetzt kannst du dir so eine richtig behagliche Höhle schaffen für die kommenden Monate. 

Was brauchst du, damit du dich in der kommenden Herbst- und Winterzeit, in deinen vier Wänden wohl fühlst?

 

Eines von drei Erntefesten

Die Herbst-Tagundnachtgleiche ist das zweite von drei Erntefesten. Es findet sechs Wochen nach Lughnasadh und sechs Wochen vor Samhain.

Erntedankfeste sind in vielen verschiedenen Kulturen auf der ganzen Welt verbreitet und werden traditionell gefeiert, um die Fülle der Erde zu dieser Jahreszeit zu feiern und für die Großzügigkeit der Natur zu danken. Diese besonderen Tage im Moment sind der perfekte Zeitpunkt, um eine Bilanz zu ziehen für deine eigene ‚Ernte‘. Vielleicht möchtest du über die Dinge nachdenken, auf die du in den letzten sechs Monaten seit der Frühlings-Tagundnachtgleiche hingearbeitet hast:

• Was in deinem Leben fühlt sich an, als hätte es Früchte getragen?
• Was hast du erreicht, und was ist vielleicht nicht so gelaufen, wie du es dir vorgestellt hast?

Du kannst dich dafür entscheiden, aus den Dingen zu lernen, die nicht geklappt haben, das Erreichte zu feiern und für die Fülle in deinem Leben und die Dinge zu danken, die dich jetzt zufrieden und erfüllt machen.

 

Dankbarkeit

Es ist eine großartige Zeit des Jahres, um den Geistern des Landes, und Mutter Erde danke zu sagen. Bei den letzten langen Spaziergängen in der warmen Sonne sammle ein paar Gegenstände aus der Natur. Nimm bei deinem Spaziergang während du die Dinge sammelst ganz bewußt zur Kenntnis, was dort wo du lebst  in Hülle und Fülle wächst. Kastanien, Äpfel, die letzten Blüten, Tannenzapfen, Hagebutten bunte Blätter all das sind Geschenke für dich. Lege sie zu wunderschönen Arrangements zusammen. Lege draußen in der Natur zauberhafte Mandalas, die auch andere Spaziergänger zum innehalten einladen. Natürlich kannst du dies auch miteinander in der Familie machen. Jede/r legt etwas dazu und äußert dabei einen wunderbaren Gedanken oder einen Wunsch für sich selbst, für die anderen oder für Mutter Erde. Anbieten würde sich zum Beispiel eine liegende acht aus heruntergefallenen Blättern, als Zeichen der Unendlichkeit und das alles ein Kreislauf ist, ohne Anfang und Ende.

Die Herbst-Tagundnachtgleiche ist ein wunderbarer Zeitpunkt, um einen Altar zu Ehren der Jahreszeit zu errichten.

Stelle noch ein paar Kerzen dazu, entzünde wohlig warmes Räucherwerk und setzte dich mal in Stille davor und schau dir wirklich an, wie reich das Leben ist. Wieviele Möglichkeiten du hast. Und wie unterstützt und gehalten du von Mutter Erde bist. 

Nimm dir einige Zeit und denke darüber nach, wofür du dankbar bist.

• Für was im Sommer bist du besonders dankbar?
• Was hast du geschaffen, auf das du besonders stolz bist? 


Vielleicht möchtest du dies auch mit Freunden zusammen machen. Die Herbst-Tagundnachtgleiche ist eine wunderbare Zeit, um mit Essen zu feiern. Es können großartige Picknicks oder Festessen veranstaltet werden, zu denen jeder ein Gericht mitbringt und die besten Zutaten der Saison verwendet werden.

Nutze die Tag-Nacht-Gleiche um „zu vergleichen“. Was darf sich neu ordnen, was passt so, wie es ist. Frage dich auch, welche Auswirkungen/Konsequenzen wird es haben, wenn ich Dinge in meinem Leben verändere? Die Energie um Mabon wird dich unterstützen.

Von Herz zu Herz
Beate

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