160 // Erfinde dich neu: Wenn alte Vorgehensweisen nicht mehr helfen

Sparkle & Shine
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160 // Erfinde dich neu: Wenn alte Vorgehensweisen nicht mehr helfen
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Wir alle haben schon Situationen erlebt, in denen uns die Sprache verschlagen hat. Es kann ein Moment der Überraschung oder des Schocks sein, aber auch einfach eine Situation, in der wir nicht wissen, was wir sagen sollen. In solchen Augenblicken fühlen wir uns oft hilflos und unsicher. Und es ist nicht nur die Sprache die es dir verschlägt, sondern der innere Rollladen geht herunter und du steckst tief drin.

Mitten in deinem Drama!

Während ich letzte Woche im Urlaub noch auf Wolke 7 mit meiner eigenen Zufriedenheit wegen meinem Buch schwebte, ist mir, kaum wieder da, etwas passiert, von dem ich weiß, dass es auch dir und vielen anderen hier immer wieder passiert. 

Ich war ganz in meiner Bubble und in meinem Glück und voller Begeisterung wollte ich mein Buch auch einem Menschen geben, der mir wichtig ist. Einfach um freudig zu zeigen: guck mal! Das hab ich in den letzten Monaten gemacht. Also hatte ich mein Buch dabei, erzählte ein wenig über meinen Prozess und lies die Inhalt ganz leicht anklingen. Dann holte ich es heraus und bekam einen abfälligen Blick, dann ein Lachen, von dem ich bis jetzt nicht weiß, wie ich es deuten soll und dann ein: „Née du, lass mal stecken!“ Aua! Mit Anlauf voll auf die 7! Treffer und versenkt! Ich wusste in diesem Moment gar nicht wie mir geschieht, Und zack war ich wieder zurückversetzt in meine Kindheit und wurde zum wiederholten Male genau an das erinnert, was noch tief in meinem inneren schmerzt und dort versteckt vor sich hinmodert.

Ich tat dann das,  das was ich immer tue, ich habe mich entschuldigt, gelächelt, das Buch genommen und so getan als wäre nix. Einfach drüber gewischt. Als wäre nicht gerade meine Welt zusammengebrochen, als wäre alles in Ordnung und vor allem als würde ich das Verhalten der anderen Person akzeptieren.😕😫

Zunächst einmal gebe ich es ehrlich zu, ich wälze meine Gedanken hin und her und führe innere Reden und mir fallen im Nachhinein mindest 5 verschiedene echt fiese Antworten auf eine solch gefühlte Attacke ein. Aber!: ich bremse mich meist sehr schnell darin, ich weiß viele wünschen sich in diesen Momente auch die verbale Atombombe herausauszuholen oder zumindest ein Messerscharfes Schwert, was dem Gegenüber eine mindest genauso Große Wunde hinzufügt.  Das allerdings, tun wir weil wir glauben, jemand anderen anzugreifen verbessert den Zustand, in dem wir uns befinden und starten einen Gegenangriff, sobald sie sich bedroht fühlen und setzen damit einen Kreislauf in Gang, der ihnen selbst unerwünschte Dinge in ihre Realität bringt.

Allerdings die Idee, gegen jemand oder etwas kämpfen zu müssen, entsteht immer aus einer Verzweiflung heraus.

Du fühlst dich bedroht, in die Ecke gedrängt oder ungerecht behandelt. Dann meinen wir, uns bliebe gar keine andere Wahl, als den anderen anzugreifen. Jedoch führen diese Wege in die Irre und tragen Schmerz und Leid mit sich, was oft die Ursache für viele dramatische Schicksale und Kriege darstellt.


Der Weg der Bewusstheit und Liebe

Ist also nicht das Mittel der Wahl und ich habe mich grundsätzlich für den Weg der Bewusstheit und der Liebe entschieden. Manchmal ist dies mit großen Schmerz, Stress und dem vorläufigen Gefühl von Ohnmacht verbunden, doch was, wenn gerade in den Emotionen, denen du dich widersetzt , die du nicht spüren willst, die dich um dich schlagen oder weglaufen lassen genau der Schlüssel verborgen ist, den dein Unterbewusstsein, deine Seele braucht, um die Situation endlich einzuordnen und dann den nächsten Evolutionsschritt zu tun?


Initiationsprüfungen

Denn Genau diese so nervigen Aspekte in deinem Leben sind, was klassische spirituelle Traditionen Initiationsprüfungen nennen. Wie in der Schule musst du die Übung wiederholen, bis du sie bestehst. Und das bestehen bedeutet ganz einfach: anders Handeln als du es sonst tust. Solange du in niedrigen Bewusstsein verharrst, leidest du unnötig unter den selben scherzvollen Situationen, die du immer wieder erlebst, nicht nur in diesem  sondern auch in anderen Leben. Bis du den Ausweg findest. 

Das nennt man im Buddhismus übrigens „ungeschicktes Handeln“

Für einen Ausweg aus diesem Rad des Schicksals musst du dir deine Muster bewußt machen und erkennen wie du destruktiv darauf reagierst.  Du darfst deine Gedanken durchleuchten, deine Gefühle aushalten und und dir ehrlich eingestehen, wie du aufgrund dessen handelst oder eben nicht handelst. Wenn du diese Muster von dir selbst wahrnimmst, die dich in deiner Existenz lenken, kannst du schmerzvolle Situationen schneller lösen, die Prüfung sozusagen bestehen um in Zukunft frei zu agieren. Das nennt man im Buddhismus: „geschicktes Handeln“ 

Das verspricht ein Leben in Liebe und Harmonie. Doch was kannst du jetzt tun um in dieses „geschickte Handeln“ zu kommen. Und deine Seele endlich von alten Schmerz, der immer wieder getriggert wird, befreien?

Bist du Bereit umzudenken?

Wie wäre es denn,  wenn du akzeptieren könntest, dass ein harmonisches Leben nicht bedeutet negative, erschwerende und schmerzhafte Gefühle generell zu vermeiden. Sondern genau diese als Führung wahrzunehmen anstelle einer Strafe? Diese als Schatz wahrzunehmen anstelle als großes Leid. Klingt ein bisschen komisch, ich weiß, aber Dein Unbehagen ist ein Signal, das dich dazu auffordert, dich zu verändern und zu wachsen. Das ist ist ein natürlicher Prozess, der dichdazu anspornt, eine aktualisierte Version deines Selbst zu präsentieren. Obwohl es sich anfühlen mag, als würde dich das Unbehagen bekämpfen, ist es in Wirklichkeit dein bester Freund. Es gibt dir ein tiefes Verständnis dafür, dass wir fähiger und machtvoller bist, als du denkst und das du für Größeres bestimmt bist.

Bist du bereit dein Leben zu ändern?

Was, wenn der Grund, dass du dich immer im Kreis drehst, genau darin liegt, dass wir handeln, bevor die Emotion vollständig verarbeitet wurde? Meist fühlen wir uns in diesen Momenten falsch, schämen uns oder haben sogar noch Schuldgefühle. So dass wir ganz schnell blind handeln, wie zum Beispiel weglaufen, dich kleinmachen oder hysterisch herumschreien, nur um irgendetwas gegen dieses Gefühl des Falsch seins, der Scham und der Schuld zu tun. Doch mit dir ist gar nichts falsch, es ist nur so, dass etwas angeglichen werden darf, meist muss dies durch eine vollständige Verarbeitung der Emotion geschehen.

Denn In 90% aller Fälle hat die andere Person nichts mit dem Schmerz zu tun. Er erinnert dich nur vielleicht ein oder mehrer Erlebnisse, in denen du eine Emotion für dich nicht greifen konntest, in Schockstarre sozusagen warst. Das bedeutet, dass wir uns zunächst einmal Zeit nehmen müssen, um unsere Gefühle zu verstehen und sie anzunehmen. 

Und es bedeutet ein neue Chance. Eine neue Chance hinzuschauen, von wo dieser Schmerz ursprünglich kommt und was du noch tun darfst um ihn zu heilen. 

Was wenn du statt des übertrieben analysieren und der Situation um herauszufinden wie du am besten reagieren solltest, und was du als nächstes machen möchtest, dich erstmal hinsetzt und zulässt das zu fühlen, was jetzt eben gefühlt werden möchte. Kannst du zulassen, die Gefühle anzunehmen und zu verarbeiten, die immer wieder hochkommen? Dich einfach mal entscheiden jetzt nicht sofort zu reagieren solange du dich in diesem Zustand befindest? Sondern einfach nur da bist. Einfach nur in die Luft guckst, das Gefühl in deinem Körper spürst, vielleicht kannst du es sogar lokalisieren und dann genau dort einatmest. Es gibt keinen Grund zur Eile – nimm dir die Zeit dich mit deinen Gefühlen auseinanderzusetzen bevor du handelst.

Und manchmal kommst du dann zu der Lösung, und ich hoffe ich verwirre dich jetzt nicht: ein Kampf, den du mit der anderen Person ausführen musst. Entscheidend ist jedoch, zunächst einmal Inne zu halten und deine Absicht hinter deiner Handlung erkennst und dich selbst mit deinen verschobenen Mustern als als wahren Gegner erkennst, bevor du in deinen kämpf ziehst.

Manchmal triggern dich Menschen einfach, weil sie deine Grenzen überschreiten. Und du bist es gewohnt dich dann immer klein zu machen, Dann erkenne, dass du deine Grenzen noch stärker vertreten darfst. Manchmal triggern dich Menschen auch einfach, weil sie sich gegen deine Werte verhalten. Dann erfreue dich daran, das du klar erkennst, was im Leben dir wichtig ist. 

Aber sehr oft triggern Menschen eben unsere alten Wunden – aus vergangenen Partnerschaften oder eben noch häufiger aus der Kindheit. In diesem Fall kannst du, egal, wer dich triggert, wie folgt vorgehen:

  1. Zulassen der Gefühle
    Das nächste Mal, wenn du spürst, wie dein Herz von Wut und Schmerz erfüllt wird, solltest du dir erlauben, diese Empfindungen zuzulassen – ohne dich selbst unter Druck zu setzen. Selbst wenn es unangenehm ist, solltest du es akzeptieren. Akzeptanz bedeutet nicht, dass du mit der Situation einverstanden bist, es heißt nicht, dass du nichts ändern wirst und es bedeutet nicht, dass es in Ordnung ist. Akzeptanz bedeutet lediglich, dass du die Realität anerkennst, anstatt sie zu verleugnen. Akzeptanz ist der erste Schritt zur Heilung, denn solange wir unsere Situation nicht akzeptieren, bleibt eine Veränderung unmöglich. Auch wenn es bedeutet, einzugestehen, dass man in einer Krise steckt und Hilfe braucht, ist es ein Fortschritt, denn es bringt einen näher an der Lösung als die Verleugnung. Du musst auch in dieser Situation erstmal gar nichts ändern, du darfst hier noch immer so handeln, wie du es schon immer gemacht hast. Das ist gar nicht schlimm, aber!

2. Sprich / Schreib über deine Gefühle
Versprich dir selbst dich mit dem Thema noch heute zu beschäftigen und das machst du, indem du über deine Gefühle sprichst. Vielleicht mit einer Therapeutin oder einem Freund, dem du vertraust, oder drücke notiere dir im Nachhin das Erlebnis um für dich zu reflektieren. Denn in Momenten, in denen unsere Emotionen uns völlig aus der Bahn werfen, kann es vorkommen, dass wir die Fakten verzerren und uns in einem Gefühlschaos verlieren. Um uns zu beruhigen und Klarheit zu schaffen, ist es hilfreich, die Tatsachen oder unsere Gefühle so deutlich und einfach wie möglich zu benennen. Hier einige Beispiele:

  • Ich wurde auf brutale Weise verlassen und hatte keine Ahnung, dass es kommen würde. Jetzt fühle ich mich verloren, unsicher und beschämt.
  • Ich mag mein Äußeres nicht. Nach einem langen, schwierigen Kampf um Selbstakzeptanz fühle ich mich hoffnungslos und weiß nicht, ob ich jemals Frieden damit finden werde.
  • Ich mache mir Sorgen um meine berufliche Situation. Obwohl ich weiß, dass meine Ängste irrational sind, beeinträchtigen sie stark meine Lebensqualität.

3. Hol dir deinen Humor zurück
Humor ist eine bemerkenswerte Waffe, um schwierige und angespannte Umstände zu entschärfen. Indem du einen Witz über die aktuelle Lage machst oder eine komische Seite in deinem Verhalten entdeckst, wirst du in der Lage sein, dich besser mit dem Geschehenen auseinanderzusetzen. Humor lässt Situationen augenblicklich leichter erscheinen und wenn du nicht alles bierernst nimmst, reduziert sich unnötiger Druck automatisch. Nutze den Humor, um dich zu entspannen und die Dinge in einem anderen Licht zu sehen. 

4. Neuausrichtung
Lasse dein altes Ich hinter dir l und eigne dir neue Eigenschaften an. Sei offen für Veränderungen und Obwohl sie nicht immer in der Lage sind, deine Emotionen zu kontrollieren, kannst sie dennoch entscheiden, wie du darauf reagierst. Wenn du sonst immer wegläufst, bleibe einfach stehen. Mehr nicht. Wenn du sonst still wirst, schreie rum. Wenn du sonst laut wirst, werde leise. Egal was. Mach etwas anderes. Denn nur so wirst du neue Erfahrungen machen und dich weiterentwickeln. Es ist wichtig, dass du aus deinem Muster herauskommst und dich neuen Erfahrungen stellst. Nur so kannst du feststellen, was für dich eine angemessene und freie Handlung ist. Es mag sich ungewohnt anfühlen, aber es ist der erste Schritt in Richtung Veränderung. Und wer weiß – vielleicht entdeckst du dabei neue Talente oder Leidenschaften, die dir zuvor verborgen geblieben sind. Vielleicht entdeckst du, dass du hervorragend strukturiert Argumente vortragen kannst, vielleicht erkennst du das so ein Wutausbruch enorm befreiend ist, vielleicht stellst du fest, das es schön ist, anstelle laut auf den anderen einzureden, einfach zuzuhören. Wer weiß das schon. Aber sei geduldig mit dir selbst. Veränderungen brauchen Zeit und es wird Rückschläge geben. Aber das ist okay – solange du nicht aufgibst und weiterhin dich beobachtest, was deine Absicht hinter deiner Handlung ist. Wie vorhin schon gesagt, dein Gegner ist nicht dein Gegenüber, sondern dein eingefahreres Handlungsmuster. 


In diesem Sinne: Lass los von alten Gewohnheiten und Denkmustern Also nutze das nächste Mal dein Unbehagen als Chance für Wachstum. Du wirst schnell merken, dass sich auch deine Entscheidungen verbessern werden. Und vergiss nicht: Das Leben ist ein ständiger Prozess des Wachsens und Lernens. Also nutze das Unbehagen als Ansporn dafür, dich selbst mit mit Mut, Entschlossenheit und einer guten Portion Humor zu leben!

Ich umarme dich, 
Beate


P.S:

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