107 // Midsommer- (D)ein Wendepunkt

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107 // Midsommer- (D)ein Wendepunkt
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Man kann es ja kaum glauben, aber mit Sommerbeginn am 21. Juni werden die Tage wieder kürzer und die Nächte länger. Das Rad des Jahres dreht sich unweigerlich weiter zur dunklen Jahreszeit hin. Midsommer oder Litha heißt das Jahreskreisfest, welches ein großer Wendepunkt im Jahr ist, der neben aller Helligkeit und Reife der Natur auch den Aspekt des Todes und der Vergänglichkeit in sich trägt.
Doch noch ist es nicht soweit. Der Sommer beginnt gerade, die glutheißen Tage des Juli und August liegen noch vor uns, jetzt ruhen wir für einen Augenblick zwischen Aussaat und Ernte, alles in der Natur reift heran.

Zeit kurz inne zu halten

Die Zeit des Blühens wandelt sich in die Früchtezeit und die Ernte ist nahe. Unsere Ahnen blickten hoffnungsvoll auf die immer üppiger werdende Natur, deren Früchte sie in den nächsten Wochen als Ernte einholen werden … Eine gute Zeit, für einen Moment innehalten zu halten, die Wärme zu genießen und die Fülle, die die Natur jetzt bietet, zu feiern.
Seit alten Zeiten feiern die Menschen fröhlich und ausgelassen diese größte Helligkeit, die stärkste Sonnenkraft an diesem längsten Tag des Jahres. Dies wurde auch nicht nur an einem Tag bzw. einer Nacht gefeiert. Nach Überlieferungen haben unsere Vorfahren dieses sehr bedeutende Fest im Jahr an zwölf bzw. drei Tage und Nächte gefeiert. In den nordischen Regionen, wie in Skandinavien, in denen die Sonne eigentlich gar nicht untergeht, werden die „Weißen Nächte“ freudig mit vielen Bräuchen begrüßt. In den südlichen Ländern hat dieses Fest keine so große Bedeutung.

Loslassen leicht gemacht

Zu Litha, oder Midsommer, ist alles in Hülle und Fülle vorhanden. Du kannst dich mit der lebensspendenden Kraft der Sonne und der Helligkeit auftanken, deine Seele nähren. Die Fülle der Natur, die vielen Heilkräuter, die leckeren Beeren, dem frischen Gemüse – es ist alles vorhanden. Da fällt das loslassen viel leichter als in der Dunkelheit. Vor allem weil noch immer viel möglich ist.  Blicke mal zurück, die Rauhnächte liegen genau ein halbes Jahr hinter uns. All deine Wünsche und Visionen, die du geträumt und gefühlt hast, was ist aus ihnen geworden? Fühlst du noch die enge Verbindung zu deiner Seele? Diese Zeit um die Sommersonnenwende lädt uns dazu ein, Rückschau zu halten. Was ist nicht so optimal verlaufen? Was kannst du jetzt zu wenden, anzupassen, verändern oder loslassen. Was hast du erreicht? Wo lief es nicht ganz so gut? Wo darfst du dich noch mehr um dich sorgen, dich wichtig nehmen, dir Gutes tun, dir etwas gönnen? Du kannst aus der Fülle heraus schöpfen und deinem Leben eine komplett neue Richtung geben.

Vielleicht beginnt aber nun die Zeit, wo deine Vorhaben, Ideen, Projekte und Pläne, die du dieses Jahr gesät hast, auch beginnen von Kraft durchdrungen zu sein und zur Reife wachsen…

Kraft der Sonne

Die Sonne, die als gehörnter Sonnengott auf dem Höhepunkt seiner Macht ist, überträgt seine Kraft allmählich immer mehr der Mutter Erde. Sie nimmt diese Kraft auf und nährt damit die Früchte, und die kommende Ernte, die auf den Feldern heran zu reifen beginnt. Um die Pflanzen auf den Feldern und in den Gärten auch ernten zu können, ist vor allem eines wichtig: Wasser. Zum Ausgleich zur sengenden Kraft des Sonnengottes wird daher innerhalb des Mittsommer-Festes Litha als Mondgöttin mit der Bitte um Wasser angerufen. Nur das richtige Verhältnis von Sonne und Wasser, welches in Verbindung mit der Mondgöttin steht, lässt Mutter Erde eine reiche Ernte hervorbringen. 

Freudenfeuer zu Johanni

Die alten Feste zur Sommerbeginn wurden von der Kirche lange bekämpft und schließlich umgestaltet. Bereits im 12./13. Jahrhundert suchte man daher nach einer christlichen Entsprechung, um die Menschen von ihrem traditionellen Ritualen weg, hinein in die Kirchen zu bekommen. Schließlich erfand man den Geburtstag von Johannes dem Täufer und führte den Johannistag (auch: Johanni) am 24. Juni ein. Das gab damit den Anlass für ein Freudenfest, natürlich mit einem großen Freudenfeuer, die noch heute in den Bergen entzündet werden.

Als Fest der Eiche wurde in keltischen Kulturen Mittsommer gefeiert. Die Eiche symbolisiert den Weltenbaum, weil sie mit ihren tiefen Wurzeln und ihrer hohen Baumkrone die obere, mittlere und untere Welt verbindet und genau zur Sommersonnenwende können die Wesen zwischen den Welten wandeln. Im Aberglauben ist das zur Sommersonnenwende ganz besonders wichtig, um vor allem gegen Unheil, Geister oder Unholde aus den anderen Welten geschützt zu sein. 

Da gegen jedes Ungeziefer ist ein Kraut gewachsen ist, war es Tradition mit den Heilkräutern das Haus zu segnen und zu beschützen. In vielen Gegenden Europas werden zum Litha-Fest feierlich und rituell Kräuterbüschel oder -kränze aus Kräutern gebunden. Die Energie der Sonne ist nun am stärksten in den Heilpflanzen gespeichert. So ist es Brauch, um die Sommersonnenwende herum – sofern das Wetter trocken ist – Kräuter zu sammeln, damit sie ihre heilsamen Kräfte in der kalten Jahreszeit wieder abgeben können. Als kleine Blumensträußen hingen die Kräuter über die Haustür , damit sie alles Unheil abhalten konnten. 


Das kleine Volk

Es fällt sehr leicht, zur Sommersonnenwende mit den Wesen der anderen Welt zu kommunizieren. Die Sonnenwenden galten schon immer als „Nahtstelle zwischen den Welten“, wo wir Menschen mit Naturwesen in Verbindung treten können. So kannst du natürlich auch in diesen Tagen Kontakt zu deiner Seele aufnehmen und Fragen stellen: Was ist für mich Lebendigkeit, was hält mich lebendig? Was sind meine nächsten Schritte?

 

 

Feiere in Leichtigkeit

Wie auch immer du diese Tage , die Sonnenwende verbringen möchtest: tue dies mit viel mit Freizügigkeit und Freigiebigkeit. Feiere dich und die anderen. Tanzt um ein Feuer herum, esst und trinkt und tauscht euch gemeinsam aus. Auch ein anschließendes gemütliches Beisammensein rund um das Feuer ist immer fein.

Oder du sitzt in Stille und bleibst bis zum Sonnenaufgang wach und achtest darauf, was in dieser besonderen Nacht geschieht. Es ist vieles möglich, auch Wunder!


Willst du mehr über die Jahreskreise wissen? Lerne im Einklang mit unserer heimischen Mutter Erde den Jahreskreis und die Weisheiten des Lebens kennen und erspüren. Wandle auf den Pfaden deiner Urahninnen und Urahnen und begib dich zurück zu deiner Essenz. Auf deinen Weg zurück zu dir.
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In Liebe,
Beate

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