84 // Tipps für deine Rauhnächte

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84 // Tipps für deine Rauhnächte
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Gerade in diesem Jahr sehnen wir uns alle nach Ruhe, nach Entspannung und das alte endlich abzuschliessen. Wir durchleben schwierige Zeiten, die uns in vielerlei Hinsicht herausfordern. So vieles bricht zusammen, ordnet sich neu und ändert sich. Gewiss ist auch in Deinem Leben alles ein wenig anders verlaufen, als wir es gewohnt sind. Die Welt ändert sich, die Gesellschaft wandelt sich. Es öffnen sich sehr große Heilungsräume und wir werden immer wieder regelrecht gezwungen uns damit auseinanderzusetzen.

Ich kenne Deinen persönlichen Prozess nicht, aber bin mir fast sicher, dass Du es in irgendeiner Form zu spüren bekommst. Es auch in Deinem Leben grundlegende Veränderungen gibt. Dieser Weg ist erst der Anfang eines ganz neuen Pfades, wir alle gemeinsam gestalten gerade einen Umbruch, eine neue Zukunft mit vielen neuen Möglichkeiten und wir alle sollten uns stets gut überlegen, wie diese Zukunft aussehen soll.

 

Nimm den Druck raus

Sicherlich kennst du das, wenn etwas sehr selten oder nur einmal im Jahr stattfindet, dann soll es auch wirklich besonders und außergewöhnlich sein. Es besteht dann schnell die Gefahr, dass wir innerlich zu viel Druck empfinden. Aber letztendlich gibt es nur eins was du brauchst für die Rauhnächte: dich selbst.

Von daher: zu aller erst sei gesagt: Es gibt in der Zeit kein müssen und sollen.

Bei mir variert dies auch von Jahr zu Jahr, mal bin ich Feuer und Flamme, schreibe viel, mache täglich Rituale und bin total aktiv, und es gab auch schon Jahre, da hab ich gefühlt nur auf der Couch gelegen und gar nichts gemacht als an die Decke zu starren. 

Ich wünsche mir, dass du lernst durch die Rauhnächte zu fließen und du einfach nur dich selbst. Also wenn du es nicht schaffst anzuräuchern oder ein Ritual zu machen, dann schaffst du es nicht. Fertig. 

Hintergründe

Die Rauhnächte gibt es schon ewig und sind werden in den letzten Jahren immer beliebter. Was mich sehr freut, da es einfach zeigt, dass immer mehr Menschen interessiert daran sind aus dem Hamsterrad auszusteigen und sich ein Leben zu erschaffen, was ihnen entspricht. Denn dazu sind sie da, die Rauhnächte. Sie sind eine Einladung an dich mit dir selbst in das Gespräch zu gehen. Noch kurz vorab bevor wir einsteigen: 

Die zwölf Heiligen Nächte unmittelbar nach der Wintersonnenwende haben ihren Ursprung in einer Zeitrechnung, die viel älter ist als unser heutiger gregorianischer Kalender, der erst 1582 eingeführt wurde.

Aber warum gerade zwölf Nächte? Die Erklärung liegt bei den alten Germanen. Nach dem germanischen Kalender gab es immer einen Wechsel von Mond- und Sonnenjahr. Das Mondjahr hat demnach nur 354 und das Sonnenjahr 365 Tage. Daraus ergibt sich eine Differenz von elf Tagen oder eben zwölf Nächten. Diese gelten als »tote Zeit« oder als »Zeit zwischen den Jahren«.

Die Ableitung des Namens ist bis heute umstritten. Einerseits geht man von der mittelhochdeutschen Bezeichnung »rûch« (neuhochdeutsch: haarig) aus und bezieht sich dabei auf die Darstellung der Dämonen, welche in dieser Nacht umherirren sollen. Anderseits nimmt man an, dass sich das Wort von Rauch/räuchern ableitet. Damit erklärt sich auch der Brauch des Räucherns in dieser Zeit.

Wenn du dich umschaust, begegnest du vielen Arten, wie man die Rauhnächte feiern kann. Die einen fangen am 21. Dezember an, die anderen am 24. Dezember. Das ist ja nach Gebiet in Europa ganz unterschiedlich. 

Die Rauhnächte werden natürlich auch von einer Reihe von Bräuchen begleitet, die regional sehr unterschiedlich sein können. Es gibt unzählige Bräuche hierzu, vielleicht kennt deine Oma auch noch einen. So gibt es das Verbot des Wäsche Waschens, und aufgehängt da sich sonst die wilde Jagd darin verhederrt. Und dies Tod im neuen Jahr bringen solle. Ein weiterer Brauch der Rauhnächte ist das Räuchern. Der Ursprung liegt in der Angst vor bösen Geistern und Dämonen, welche besonders in dieser Zeit ihr Unwesen treiben. Durch das Räuchern mit bestimmten Kräutern und Harzen sollen Haus und Hof samt seiner Bewohner vor Unheil geschützt werden.

Raum zwischen den Zeiten

Die Rauhnächte sind die Zeit des Orakelns, denn jede Rauhnacht steht für einen Monat im Kommenden Jahr. Die erste Nacht für den Januar, die zweite für den Februar und so weiter.

Die 12 Nächte zwischen den Jahren sind wie ein Tor durch das du hindurch gehst, um in einen neuen Zyklus deines Lebens zu treten. Du kannst diese Zeit nutzen, um zu träumen,Wünsche zum Himmel zu schicken. Zu malen, zu baden, Hinauszugehen in die Natur, für dich zu kochen und vor allem der tiefen Stimme in dir zu lauschen. In die Stille eintauchentauchen und ganz bei dir sein. 

Und alles was was. Dir passiert in dieser Zeit sind kleine Botschaften für dich. So kannst du in den Symbolen des Alltags zu lesen, was deine Zukunft dir bringt. 

Es bedeutet, dass du dir selbst dabei zuschaust, wie du agierst mit anderen, wie du reagierst, auf was du anspringst, was dich triggert und was dich entspannen lässt.

Es ist Zeit für Stille, der Weichheit. Kein Wollen aus dem Ego und der großen Aktivität. Sondern ein bewusstes Lauschen des Flüsterns. Es geht nicht darum, was du willst. Sondern wie empfänglich du dich für das Leben selbst machen kannst.

 

 

Lasse zu, dass sich alles fügt.

Vertraue dem Zauber.  Und stehe Dir nicht durch eigene Beschränkungen selbst im Weg. Du kannst finden, wenn Du aufhörst zu suchen – es ist ein wenig so wie in der Liebe. Empfange den Atem des Lebens, und schau, was dies mit dir macht. Wenn dich etwas nicht glücklich macht, lass es gehen. Wir wurden geboren, um der Freude zu folgen. In welchem Bereich deines Lebens ist es Zeit, die Fährte wieder aufzunehmen. Stelle in der Zeit Fragen und bleibe offen für Antworten. Traue deinen Eingebungen, deinen Gefühlen, deinen Gedanken. Manchmal ist es wirr, manchmal klar oder chaotisch, verständlich oder merkwürdig. Alles ist möglich.
Die Rauhnächte sind eine Einladung aus einem geplanten, durch strukturierten Leben, ordentlichen, logischen, erklärbaren Lebenskonzept für einen kleinen Moment auszusteigen und die Schönheit der alles umfassenden Seele zu betrachten. Es darf auch mal anders kommen, als man es geplant hat. Es darf auch mal unlogisch sein und trotzdem richtig. Gedanken und Gefühle dürfen chaotisch sein und ihre ganz eigene Ordnung finden.

Ideen für dich

  1. Journaling

    Um diese Zeit zu nutzen, führe Du ein kleines Tagebuch, in dem du besondere Erlebnisse dir notierst. Oder wichtige Gedankenblitze. Eben deine Erkenntnisse. Das Wetter vielleicht.Du kannst an deiner Stimmung vielleicht das Thema dahinter sehen, die Dinge und Glaubenssätze, die noch bearbeitet werden wollen.  

 

2. Orakel

Du kannst Tarot- oder andere Kartensets verwenden, um mehr Klarheit und Unterstützung für die einzelnen Rauhnächte zu finden. Ziehe jeden Tag eine Karte. Und notiere dir dies. Hole diese im jeweiligen Monat heraus und schau, was dir das zu sagen hat. 

3. Träume

Es gibt nichts individuelles und persönlicheres als Träume. Niemand kann damit etwas anderes, deine Seele hat dir ein ganz intimes Geschenk gemacht. Schreibe dir deine Träume auf. Mach dir Stichworte. Und schreibe vor allem Deine Gefühle dazu auf. Wie hat sich das angefühlt, was du geträumt hast? Was sind die wichtigen Symbole, wer war mit im Traum. 

4. Räuchern


Instinktiv kennt das jeder: Es gibt Räume oder Orte, wo man sich einfach unwohl fühlt, aber nicht genau weiß, warum. Und so kannst du alles was in der Luft hängt aus deinen Räumen räuchern. Es gibt verschiedene Theorien zum Räuchern in den Rauhnächten. Manche meinen, es soll täglich geschehen; andere wählen bestimmte, klärende Tage aus, wieder andere räuchern einfach am ersten und am letzten Tag. folge Deiner Intuition. Für diese Reinigung eignen sich am besten weißer Salbei und Palo Santo. Um danach positive Energien einzuladen, kannst Du zum Beispiel Weihrauch verwenden.

5. 13 Wünsche

Bevor die magischen 12 in der Nacht vom 24. Dezember auf den 25. Dezember beginnen, kannst du dich bereits jetzt mit dem 13 Wünsche Ritual darauf einstimmen. Ich mache es seit Jahren und finde es wunderschön und bereichernd. 

Schreibe auf jeden der kleinen Zettelchen einen deiner Wünsche für das kommende Jahr auf. Gib deine Zettelchen dann in eine schöne Schale und stelle sie an einen für dich besonderen Platz. Zu jeder Rauhnacht greifst du intuitiv in den Sack, die Truhe oder die Schale und ziehst einen Zettel. Ohne auf den Zettel zu schauen verbrenne ihn. Lass deine Wünsche mit dem Rauch in den Himmel steigen. Am Ende der 12 magischen Nächte wird ein Wunsch übrig bleiben. Diesen musst du dir selbst erfüllen.

Habe Spaß an den Rauhnächten

Ja, sie sind besonders, ja, meinetwegen auch heilig. Ja, sie sind stille Einkehr und Selbst-Erkenntnis. Doch Spaß machen darf es bitte auch. Und leidenschaftlich sein. hab Spaß mit deiner Seelenwelt, deiner Traumwelt, der Verrücktheit der normalen Welt, den schrägen Gesprächen, die man manchmal im Kreise der Familie führt – Erleuchtung darf Spaß machen, wir dürfen über uns selbst lachen und uns ehren für unsere eigene Seelenweg, den wir hier jeden Tag unseres Lebens mutig gehen.

Es ist Zeit, wirklich in unser Licht einzutauchen, uns ganz davon durchdringen zu lassen. Es ist egal, wo Du herkommst und wie Deine Geschichte aussieht. Du kannst und darfst Dich dazu entscheiden, etwas Neues zu tun und zu erschaffen. Die Rauhnächte sind der ideale Zeitpunkt dafür. 

Und jetzt wünsche ich dir eine wundervolle Zeit, 

Fröhliche Weihnachten, und ganz viel Tiefgang und zauberschöne Rauhnächte.

Ich umarme dich, 

Und freue mich, wenn du die Mediation zum einschlafen hörst. 

 

Ich umarme dich. 

>> Der ‚Magische Rauhnächte‘-Kurs ist da!

Mein Geschenk für dich:

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Hallo Beate Hallo Beate