175 // Glitzernde Spuren der Hoffnung: Die Weihnachtsspinne

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175 // Glitzernde Spuren der Hoffnung: Die Weihnachtsspinne
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Es ist die wunderbarste Zeit des Jahres – die Weihnachtszeit! In Deutschland haben wir unsere eigenen einzigartigen Traditionen, von geschmĂŒckten TannenbĂ€umen bis hin zu leckerem Spekulatius und köstlichem GĂ€nsebraten. Aber hast du dich jemals gefragt, wie Weihnachten in anderen Teilen der Welt gefeiert wird?

Du hast vielleicht schon von Rentieren und Eseln gehört, die den Schlitten des Weihnachtsmanns ziehen, aber hast du schon mal von Geschichten gehört, in denen Spinnen eine Rolle spielen? đŸ•·ïž Ja, du hast richtig gehört! Die Weihnachtsspinne hat in einigen Kulturen eine besondere Bedeutung.
Die meisten freuen sich wahrscheinlich weniger ĂŒber achtbeinige Besucher egal zu welcher Zeit oder haben sogar Angst vor ihnen. Dabei sind Spinnen wahrscheinlich der Grund dafĂŒr, dass wir lange Zeit unsere WeihnachtsbĂ€ume mit Lametta schmĂŒcketn. Die Legende von der Weihnachtsspinne ist ein europĂ€isches MĂ€rchen, das vor allem in der Westukraine verbreitet ist. Dort gelten die Achtbeiner und ihre Netze um die Weihnachtszeit als GlĂŒcksbringer.

Es war einmal

In einer abgelegenen HĂŒtte, deren Boden aus Erde war und die von den WindeinschlĂ€gen gezeichnet war, lebte eine Witwe mit ihren Kindern. Die Erinnerungen an den verstorbenen Vater und Ehemann wogen schwer, und die Not war ihr stĂ€ndiger Begleiter. 

Eines Tages, als ein eisiger Wind um die HĂŒtte tobte, trug er einen winzigen Tannenzapfen herbei. Ungemerkt von allen, schlug dieser Zapfen Wurzeln in dem erdigen Boden der HĂŒtte. Niemand bemerkte etwas davon, bis sie eines Morgens aufwachten und ein ungewöhnliches, zartes GrĂŒn entdeckten, das aus einer Ecke der HĂŒtte herausragte. VerblĂŒfft und voller Neugier nĂ€herten sie sich dem seltsamen Anblick und erkannten, dass ein kleiner Tannenbaum inmitten ihrer HĂŒtte wĂ€chst. Die Kinder waren begeistert und voller Freude ĂŒber diese unerwartete Überraschung.

Endlich wĂŒrden sie an Weihnachten auch einen Baum haben, wie alle anderen Familien auch, denn waren sie sonst zu arm dafĂŒr. 

Eine Diskussion zwischen der Mutter und den Kindern brach aus. Die Mutter sah die Herausforderungen und Probleme, die der Baum in ihrem begrenzten Raum mit sich brachte, und fĂŒrchtete, dass er das Haus zerstören wĂŒrde.

Obwohl sie tief besorgt war, spĂŒrte die Mutter jedoch die Freude und die leuchtenden Augen ihrer Kinder. Ihr Herz, das sonst von Traurigkeit erfĂŒllt war, wurde ganz warm. Und so gab sie Letztlich nach und entschied sich, den Baum zu behalten. Es war die Freude ihrer Kinder, die ihre Entscheidung beeinflusste und sie erkennen ließ, dass dieser Baum vielleicht mehr als nur ein Baum war – er war ein Geschenk der Natur, ein Hoffnungsschimmer in ihrer Dunkelheit.

Die Tage vergingen, die Jahreszeiten zogen vorbei und der Tannenbaum wuchs heran, seine Zweige streckten sich sanft im Raum aus. Die Kinder umsorgten den Baum mit all ihrer Liebe und Hoffnung. Ihre HĂŒtte mochte zwar arm gewesen sein, aber sie war erfĂŒllt von der Freude und der Magie, die der wachsende Baum mit sich brachte.

Die Kinder freuten sich auf Weihnachten und die Feierlichkeiten, die damit einhergingen. Doch als der Tag nĂ€her rĂŒckte, an dem sie den Baum schmĂŒcken sollten, erfĂŒllte eine bedrĂŒckende Leere ihr Zuhause. Die Familie konnte sich keinen Schmuck leisten, und so blieb der geliebte Baum kahl und traurig.


In dieser einsamen Nacht, als die Welt in Dunkelheit gehĂŒllt war, entschied die Urmutter, dem Schicksal der Familie einzugreifen und beschloss, ihnen ein Geschenk zu machen. Sie formte sich in Gestalt einer kleinen, glĂ€nzenden Spinne und begann behutsam, ein zartes Netz um jeden Ast des Tannenbaums zu weben.

Am Morgen stand die Familie gebannt da und betrachtete den Baum, der sich ĂŒber Nacht verwandelt hatte. Die Kinder öffneten die Fenster und ließen das neue Licht der Welt herein. Die Sonnenstrahlen fielen sanft auf die Äste des Baumes und berĂŒhrten die feinen Spinnennetze. Und zu ihrer grĂ¶ĂŸten Verwunderung begann das Netz zu schimmern und zu glĂ€nzen. Die Familie stand gebannt da und betrachtete den Baum, der sich vor ihren Augen in eine strahlende Pracht verwandelte. Das Licht der Wintersonnenwende lies die Spinnennetze zu kostbaren Gold und Silber werden. Es war ein Anblick von unbeschreiblicher Schönheit, der ihre einfache HĂŒtte in ein magisches Wunderland verwandelte.

Von diesem Tag an Ă€nderte sich das Schicksal der Familie. Der glĂ€nzende Gold- und Silberschmuck brachte ihnen Wohlstand und GlĂŒck, und die Not war fortan nur noch eine ferne Erinnerung. Die Familie bewahrte die Erinnerung an diese magische Nacht fĂŒr immer in ihren Herzen und feierte die Wintersonnenwende fortan mit Dankbarkeit und Freude, stets im Gedenken an die kleine Spinne, die ihr Leben fĂŒr immer verĂ€ndert hatte.

Spinnen galten fortan  als GlĂŒcksbringer[3] und auch ein Spinnennetz, das an Weihnachten im Haus gefunden wird, als Zeichen des GlĂŒcks. 

Die Geschichte von der Weihnachtsspinne wurde von Generation zu Generation weitererzĂ€hlt. Sie erinnerte die Menschen daran, dass selbst in den dunkelsten Momenten die GroßzĂŒgigkeit der Urmutter unerwartete Wunder bewirken kann. 



Und nun, fröhliche Weihnachten,
Ich umarme dich, 
Beate

Statt wie gewohnt sich in den Alltagstrubel zu stĂŒrzen, ist es an der Zeit, einen Augenblick innezuhalten und bewusst den Start ins neue Jahr 2024 zu gestalten.

WARTELISTE / SOULFUL START 1.-7. Januar

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